Landesgruppe Westfalen

Aktuelles

30.11.2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat der LG-Vorstand entschieden, die Jahreshauptversammlung zu verlegen. Die Jahreshauptversammlung soll voraussichtlich im 2. Quartal 2021 (evtl. als Außenveranstaltung) stattfinden!

Der Landesvorstand bedankt sich bei allen Mitwirkenden die uns bei der LG Schau am 20.09.2020 tatkräftig unterstützt haben.

Hier eine der vielen positiven Rückmeldungen:

Ich war gestern mit meinem Hund auf der SSV-

Ausstellung in Dortmund-Aplerbeck und wollte

Ihnen gerne eine kurze Rückmeldung geben:

Es hat von Anfang bis Ende alles prima

geklappt, das Eingangs- und Ringpersonal war

sehr freundlich und hat alle Fragen ausführlich

beantwortet.

Das war ein gut durchdachtes System, auch die

Aufteilung der Ringe mit Eingang – Ausgang und

Wartebereich vor dem eigentlichen Ring war

sehr gut aufgeteilt.

Auch wenn eine Ausstellung unter diesen

Bedingungen wahrscheinlich für alle

ungewöhnlich war, hat es gut funktioniert und

ich freue mich, dass zur jetzigen Corona-Zeit

überhaupt Ausstellungen stattfinden können.

Viele Dank für Ihre Mühe!!!

Einige Fotos der LG-Schau sehen Sie unter Ausstellungswesen!

50 Jahre SSV

Anlässlich der 50 jährigen Mitgliedschaft von Hans Torbergte (H.T) führte die Landeszuchtwartin Hannelore Hornig (H.H) ein Interview mit dem ehemaligen Landesgruppenzuchtwart durch.

50 Jahre Mitgliedschaft im SSV e.V. – na, wenn das keine Grund ist, sich einmal näher mit Hans Tobergte zu beschäftigen… Hans Tobergte war auch gerne bereit sich einem Interview zu seiner Person zu stellen. Ein halbes Jahrhundert mit und für unsere Sennenhunde – was ist das für ein Mensch? HH: Hans, wie seid Ihr auf den Hund gekommen und warum gerade auf Berner? Wie war Eure damalige familiäre Situation? HT: Meine Frau und ich wohnten knapp 10 Jahre in unserem neuen Haus mit einem großen Garten. Unsere drei Kinder waren geboren und jetzt fehlte nur noch ein Hund. Es sollte ein „richtiger“, großer Hund sein, und so begannen wir 1965 Ausschau nach größeren Hunden zu halten. Noch waren wir nicht auf eine bestimmte Rasse festgelegt. Wir schauten uns Schäferhunde, Boxer, Dobermänner und Dalmatiner an, aber das war nichts für uns, obwohl manche Schäferhunde schon sehr gut waren. Dann sahen wir auf einer großen Hundeschau in Essen zum ersten Mal Berner Sennenhunde, und da war es um uns geschehen! 1967 zog unsere erste Berner Sennenhündin, Gundy vom Bonny Zwinger“, bei uns ein. Leider wurde sie nur 6 Jahre alt, aber ohne Berner ging es nun nicht mehr. HH: 1970 bist Du dann in den SSV e.V. eingetreten, Deine Frau 5 Jahre später. Was hat Dich/Euch dazu bewogen? HT: Wir fassten relativ bald den Entschluss, Berner Sennenhunde zu züchten, denn Zeit und ausreichend Platz waren vorhanden. Aber es sollte in einem ordentlichen Zuchtverein mit seriösen Zuchtbestimmungen sein. Daher traten wir in den SSV e.V. ein. Unser zweiter Berner war eine Hündin aus dem Zwinger von Frau Dr. Blaurock aus Berlin. Mit dieser Hündin hatten wir 2 Würfe mit jeweils 8 kleinen „Wirbelwinden“. Das war etwas für unsere Kinder… 2000qm Grundstück mussten eingezäunt werden, damit unsere Nachbarn und auch Spaziergänger nicht von unseren Hunden belästigt wurden. HH: Ihr habt über 30 Würfe mit xxx Welpen unter dem Zwingernamen „von der Obermark“ aufgezogen. An welche Hunde in der Zucht erinnerst Du Dich ganz besonders? HT: Das waren vor allen Dingen Daphne, Priska und Zarah von der Obermark. Diese Hündinnen haben wir selbst gezogen, und sie haben uns wunderbare Welpen geschenkt, die uns und ihre späteren Besitzer viel Freude gemacht haben. HH: Wo lag Euer Schwerpunkt, eher im Ausstellungsgeschehen oder in der Zucht? HT: Das kann man so nicht sagen. Wir sind mit unseren Hunden gerne auf Ausstellungen gegangen und vor allen Dingen Daphne war immer sehr erfolgreich, so dass mancher Mitbewerber „graue Haare“ bekam, wenn wir mit ihr auf einer Ausstellung erschienen. HH: Heute wird viel Wert auf die Ausbildung der Hunde gelegt. Wie war das früher? HT: Auch damals wurde schon Wert auf eine vernünftige Sozialisation und Ausbildung der Hunde gelegt, aber das war alles noch nicht so intensiv wie heutzutage. Dennoch war es uns stets eine große Freude, mit gut erzogenen Hunden zu einer Ausstellung zu gehen. HH: Du bist nicht nur als Züchter, sondern jahrzehntelang für den SSV e.V. in verschiedenen Funktionen tätig gewesen. Welche waren das und was hat Dir besonders am Herzen gelegen? HT: Ich war rd. 30 Jahre lang als Zuchtwart und davon 15 Jahre als LGZuchtwart für Westfalen tätig. Daneben habe ich die EuropasiegerAusstellungen in Dortmund für den Bereich der Sennenhunde teils organisiert, teils betreut, und meine Frau und ich waren lange Jahre auch freitags für die Betreuung des Info-Standes dort zuständig. Alles sehr anstrengende, aber auch abwechslungsreiche und interessante Tätigkeiten. Nun haltet Ihr aus Altersgründen keine Hunde mehr. Dennoch nehmt Ihr weiterhin regen Anteil am Zuchtgeschehen im SSV e.V. und steht mit Rat und Tat zur Seite. Davon konnte ich ganz besonders profitieren, denn Du hast mir seinerzeit vorgeschlagen, mich um das Amt als Zuchtwartin zu bewerben. Du warst sozusagen mein „Ziehvater“ für dieses Amt, und ich konnte stets von Deinem großen Erfahrungsschatz bezüglich der Sennenhunde und der –zucht profitieren. Dafür danke ich Dir auf diesem Wege nochmals ganz herzlich. Von Menschen wie Du es warst und bist lebt der SSV e.V., und solange es solche Menschen gibt, die das Ziel haben, gesunde und wesensfeste Hunde zu züchten und mit und für ihre Hunde zu leben, ist mir nicht bange um die Zukunft unseres Vereins.

An dieser Stelle sagt die Landesgruppe Westfalen danke an Hans Tobergte.

Hannelore Hornig